Bestellung über das Archiv der Hansestadt Wismar

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Schriftenreihe der
„Freunde und Förderer des Archivs der Hansestadt Wismar e.V.“

Nils Jörn (Hg.), Sonja Birli (Bearb.)
Der Liber Proscriptorum
Das Wismarer Verfestungsbuch 1353 – 1430

Im spätmittelalterlichen Strafrecht des Lübischen Rechtskreises, zu dem auch Wismar zählte, waren die wegen einer Straftat verklagten Personen zur Verhandlung vor das Stadtgericht zu laden. Kamen sie der Ladung auch nach dreimaliger Aufforderung nicht nach, durfte auf Antrag des Geschädigten eine „Verfestung“ ausgesprochen werden. Damit wurden Festnahme und zwangsweise Vorführung vor das Gericht einer Stadt lübischen Rechts für zulässig erklärt. Das Wismarer Verfestungsbuch wird erstmals vollständig vorgelegt. Die Quelle legt beredtes Zeugnis ab für die Rechtswirklichkeit im spätmittelalterlichen Wismar und ist zugleich ein Beitrag zur Wismarer Stadtgeschichte sowie zur Geschichte des Wismarer Rates als maßgeblicher städtischer Institution, auch im Bereich der Strafrechtspflege.

Mit der Reproduktion sollen nicht nur – wie bei früheren Editionen – Einzelbeispiele aus dem Verwaltungsschriftgut
gezeigt, sondern das gesamte Buch mit seinen teilweise eng beschriebenen Seiten und den beigefügten Zetteln vorgestellt werden, um es vielleicht für studentische Transkriptionsübungen nutzen zu können. Die Transkription erschließt die Quelle mit all ihren Besonderheiten den Fachleuten, die Übersetzung will sie größeren Kreisen interessierter Ahnen- und anderer Hobbyforscher nahebringen.

14,8 x 20 cm, Teil 1+2: 474 Seiten mit Reproduktion, wissenschaftlich kommentierter Transkription, Übersetzung und Orts-, Personen- und Sachregister
Band 9, ISBN 978-3-940677-58-7, April 2019
Preis 30,00 Euro


Anja Rasche und Nils Jörn
Reformation in Wismar
Personen Orte Objekte

Wie wirkte sich die Reformation auf die Hansestadt Wismar aus, auf einzelne Personen, Klöster und Kirchen in dieser Stadt? Wer waren die Akteure und woher wußten diese von Martin Luthers Thesenanschlag im fernen Wittenberg? Was änderte sich im Alltag und was können wir davon heute noch wissen? Gibt es noch authentische historische Zeugnisse, die man dafür zum Sprechen bringen kann? Folgen Sie den Spuren der Reformation in Wismar anhand von 56 Texten zu Personen, Orten und Objekten in diesem Buch, das reich mit großformatigen Farbabbildungen illustriert ist, und so die Ereignisse und Veränderungsprozesse anschaulich macht. Wismar hat seine eigene Reformationsgeschichte und seine eigenen Reformatoren. Das 500-jährige Reformationsjubiläum kann hier noch mindestens bis 2024 gefeiert werden.

21 x 27 cm, 214 Seiten mit zahlreichen Farb-Abbildungen,
Band 8, ISBN 978-3-940677-59-4, März 2018
Preis 20,00 Euro

Nils Jörn
Wismar 1945 1949
Teil 1: Zusammenbruch und Neubeginn
Teil 2 mit DVD: Zeitzeugen berichten

2. Mai 1945: In Wismar rücken englische und kanadische Truppen kampflos ein und nehmen die Kapitulation von Oberbürgermeister Pleuger entgegen, aus Bützow-Warin kommend nähert sich die Rote Armee und bezieht Quartier bei Kritzowburg – für unsere Stadt ist der Krieg vorbei. Doch die Narben werden noch lange sichtbar bleiben. Tausende Flüchtlinge und Umsiedler drängen in die Stadt. Die Wismarer müssen zusammenrücken.

14,8 x 20 cm, Teil 1+2: 658 Seiten mit Schwarz/Weiß-Abbildungen,
Band 7, ISBN 978-3-940677-68-6, März 2016
Preis 30,00 Euro


Christian Roedig
Beifallsstürme, Hochrufe und Lorbeerkränze
Wismars Theaterleben

vom Kaiserreich zur Weimarer Republik

Das 1948 abgebrannte Wismarer Stadttheater stand in der Mecklenburger Straße. In seiner mehr als hundertjährigen Geschichte durchlebte es Höhen und Tiefen. Von 1913 bis 1920 führten die Schauspieler Heinrich Albers und Fritz Bartsch das Theater und verhalfen ihm – mitten im Ersten Weltkrieg – zu einer Blütezeit.

Im Sommer 1934 beginnt die Odyssee des politisch missliebigen Intendanten über Berlin nach Kiel, wo er 1935 eine Anstellung als Oberspielleiter des Schauspiels findet. Ende Oktober 1935 wird Heinrich Albers von der Bühne verjagt und in Schutzhaft genommen. Am 18. Dezember erfolgt seine Überführung nach Berlin-Moabit, wo er sich – als Homosexueller verfemt und entrechtet – am 23. Dezember 1935 das Leben nimmt.
In diesem Buch begegnen wir Heinrich Albers aber nicht auf dem Weg in das berüchtigte Gefängnis Berlin-Moabit, sondern als vielseitigem Charakterdarsteller und als mutigem Theaterdirektor, der dem Streit mit den Deutschnationalen nicht aus dem Weg geht.

Band 4, 14,8 x 20 cm, 176 Seiten mit Schwarz/Weiß-Abbildungen,
ISBN 978-3-940677-76-1, Dezember 2015
Preis 15,00 Euro

Katja Jensch, Nils Jörn (Hg.)
Grüße an Paula

Wismar im I. Weltkrieg

Die Karten, die Paul Jürß an seine Tochter Paula und seine Frau Clara schreibt, stellen uns einen ganz „normalen“ Wismarer vor, nicht besonders kriegsbegeistert, aber der festen Überzeugung, für „seinen“ Kaiser und „sein“ Reich in einen gerechten Krieg gegen unliebsame Nachbarn ziehen zu müssen.

Paul Jürß absolviert diszipliniert die Ausbildung zum Soldaten, sieht beim Einmarsch in Frankreich erstmals in seinem Leben ein anderes Land, staunt dort über die zerstörten Kirchen, die Ruinen der Wohnhäuser und das teilweise immer noch normale Leben der Bevölkerung. Nach einigen Wochen an der Front schlägt auch bei Jürß die vorsichtige Kriegsbegeisterung in Kriegsmüdigkeit um. Es geht ihm nur noch darum, wann er endlich nach Hause darf. Das Geschehen in Wismar bringt uns eine Chronik des Ratsarchivars Friedrich Techen nahe. Kriegsrezepte und Testamente Wismarer Soldaten runden den Einblick in den Alltag ihrer Heimatstadt im I. Weltkrieg ab.

14,8 x 20 cm, 294 Seiten mit Schwarz/Weiß-Abbildungen,
92 Feldpostkarten in Farbe
Band 2, ISBN 978-3-940677-83-9, Oktober 2014
Preis 20,00 Euro

Nicole Hollatz
Wismarer Wendegeschichte(n)

Wir träumen von einem Land, über dessen Ränder wir endlich hinaussehen können, um die großen Probleme der Welt unverzerrt wahrzunehmen und zu bearbeiten.

Der Herbst 1989 in und um Wismar. Manch einer hat den Mut, eine Kerze ins Fenster zu stellen. Ein sichtbares Zeichen der Unterstützung. Aus den Kerzen Einzelner, aus den wenigen, die sich in den verschiedenen oppositionellen Kreisen engagieren, werden 50.000, die auf dem Wismarer Markt demonstrieren. Ganz offen.
Die freie Journalistin Nicole Hollatz hat die ganz persönlichen Erinnerungen der Wismarer an ihren „heißen Herbst“ aufgeschrieben. Entstanden ist ein ganz intimes Buch über das, was bis zum Dezember 1989 in Wismar geschehen ist.

12,5 x 19 cm, 120 Seiten mit Schwarz/Weiß-Abbildungen,
ISBN 978-3-940677-79-2, November 2014
Preis 12,50 Euro